SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach
Allgemein Knochen & Gelenke

Hightech in der Gelenkchirurgie: SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach setzt auf Robotik

Seit dem 1. Juli setzt das SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach beim Kniegelenkersatz das roboter-assistierte System ROSA ein. Für mehr Präzision und eine individuell geplante Versorgung.

Das SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach erweitert seine Endoprothetik um ein Roboter-assistiertes Operationssystem. Seit dem 1. Juli kommt in der Abteilung für Orthopädie, Endoprothetik und Traumatologie das System ROSA zum Einsatz, zunächst beim Kunstgelenkersatz am Knie. Das Klinikum baut damit seine Position als spezialisiertes Zentrum für Erkrankungen des Bewegungsapparats weiter aus.

ROSA steht für „Robotic Surgical Assistant". Das System unterstützt das Operationsteam in zwei Schritten. Vor Beginn des Eingriffs hilft es, die Operation auf Basis individueller Patientendaten genau zu planen. Während der Operation liefert es in Echtzeit Messwerte, die das exakte Ausrichten und Positionieren des künstlichen Gelenks unterstützen. Die Entscheidung und die Ausführung bleiben dabei vollständig beim Operateur. Die Robotik liefert Navigationsdaten und führt innerhalb der Operation nach Aktivierung durch den Operateur zwei hochpräzise Knochenschnitte am Kniegelenk durch. Die Durchführung des Eingriffs verbleibt weiterhin bei den orthopädischen Chirurginnen und Chirurgen.

„Wir kombinieren unsere langjährige Erfahrung als Kniespezialisten mit modernster Technik", erklärt Christian Neuhäuser, Chefarzt Orthopädie, Endoprothetik und Traumatologie. „ROSA gibt uns präzise Daten an die Hand und hilft uns, jeden Eingriff noch individueller auf den einzelnen Menschen abzustimmen. Es hilft uns dabei noch genauer auf die spezifische Gelenksituation, insbesondere die Bandspannung, einzugehen. Hierdurch können Knochen und Weichteile des Kniegelenks bei der Implantation moderner Knieendoprothesen noch schonender behandelt werden.“ 

Das Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie und Traumatologie gehört mit mehr als 2.500 Eingriffen pro Jahr zu den führenden Kompetenzzentren für den Bewegungsapparat in Deutschland. Mit ROSA ergänzt das Klinikum dieses Spektrum um ein Verfahren, das die individuelle Planung und die Präzision im OP weiter stärkt.

„Wir investieren gezielt in moderne Technik, die unseren Patientinnen und Patienten zugutekommt", sagt Jens Albat, Stellvertretender Geschäftsführer des SRH Klinikums Karlsbad-Langensteinbach. „Der Start von ROSA ist ein weiterer Schritt auf einem Weg, den wir konsequent weitergehen." Denn die Robotik in der Endoprothetik ist nur ein Beispiel für medizinisch-technische Innovationen am Standort. In der operativen Versorgung verbindet das Klinikum hochpräzise 3D-Bildgebung im OP mit einer Echtzeit-Navigation, sodass sich Implantate millimetergenau platzieren und ihre Lage noch während des Eingriffs kontrollieren lassen. Ein KI-gestützter Modus senkt zugleich die Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten um bis zu 70 Prozent, bei gleichbleibend hoher Bildqualität. In der Paraplegiologie und der Neurologischen Rehabilitation kommen technologiegestützte Therapiesysteme zum Einsatz, darunter ein robotergestütztes System für das Gangtraining sowie ein Therapiesystem zur Unterstützung von Arm- und Handfunktionen. 

„Hinter jeder dieser Technologien steht das klare Ziel, die bestmögliche und sicherste Behandlung für unsere Patientinnen und Patienten zu ermöglichen", ergänzt Christian Neuhäuser. "Moderne Medizintechnik und persönliche Zuwendung sind für uns kein Widerspruch, sondern gehören zusammen. ROSA ist dabei ein wichtiger Schritt", so Neuhäuser weiter.

Chirurgisches Team in blauer Kleidung und Masken, umgeben von medizinischen Instrumenten und einem Operationsroboter im Operationssaal.