SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach
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KI in der Medizin – Chancen mit Nebenwirkungen?!

Hochkarätige Vorträge und fachkundiger Austausch über die Vorteile und Gefahren von der Anwendung künstlicher Intelligenz in der Medizin auf dem Ethik-Symposium am 1. Juli 2026.

Ein Arzt in Schutzkleidung interagiert mit holografischen Gesundheitsdaten und KI-Symbolen in einem modernen medizinischen Umfeld.

Das Ethik-Symposium 2026 traf mit dem Thema KI den Puls der Zeit. Rund 140 Teilnehmende verfolgten im Hörsaal und online die beiden Vorträge und beteiligten sich an der Podiumsdiskussion.

Künstliche Intelligenz verändert die Medizin bereits seit einiger Zeit: von der Diagnostik über die Therapieplanung bis hin zur Unterstützung administrativer Prozesse dringt sie zunehmend in den Klinikalltag vor. Mit den neuen technologischen Möglichkeiten gehen jedoch auch grundlegende ethische Fragestellungen einher: Wie verändern KI-Systeme Entscheidungen der Behandelnden und das Vertrauen von Patient:innen und Angehörigen? Wer trägt Verantwortung? Und wie kann sichergestellt werden, dass der Mensch auch in einer digitalisierten Medizin im Mittelpunkt steht?

Theoretische Vorteile auf dem Prüfstand in der praktischen Anwendung – Leitplanken und Grenzen von Technologie

Diesen und weiteren Fragen widmeten sich die beiden Referenten des diesjährigen Symposiums. Dr. med. Dr. phil. Georg Starke von der Technischen Universität München beleuchtete in seinem Vortrag „Algorithmen am Krankenbett: Ethische Herausforderungen klinischer KI-Systeme“ die Chancen und Grenzen klinischer KI-Anwendungen und zeigte auf, welche Anforderungen an Transparenz, Verantwortung und Vertrauen beim Einsatz solcher Systeme gestellt werden.

Anschließend nahm Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Fuchs vom Universitätsklinikum Heidelberg in seinem Vortrag „KI als Partner? Unser Umgang mit künstlichen Agenten“ die Beziehung zwischen Mensch und Maschine in den Fokus. Seine Ausführungen regten dazu an, über die Bedeutung menschlicher Begegnung, Empathie und Verantwortung in einer zunehmend technologisierten Medizin nachzudenken.

Der Mensch bleibt Mittelpunkt der Schaltkreise

In den Wortmeldungen der Teilnehmenden und der abschließenden Podiumsdiskussion waren sich alle einig: Künstliche Intelligenz bietet großes Potenzial für die medizinische Versorgung, sollte menschliches Urteilsvermögen und zwischenmenschliche Zuwendung jedoch nicht ersetzen. Grundlegend sei das Ziel, technologische Entwicklungen sinnhaft einzusetzen und das Wohl der Patientinnen und Patienten immer an erste Stelle zu setzen.

Das diesjährige Ethik-Symposium hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der interdisziplinäre Austausch über die ethischen Herausforderungen im Klinischen Umfeld ist. Unser herzlicher Dank gilt den Referenten, allen Teilnehmenden vor Ort und online sowie dem Ethik-Forum des SRH Klinikums Karlsbad-Langensteinbach für die Organisation dieser gelungenen Veranstaltung.

Sechs Personen stehen in einer Reihe in einem Raum. Sie tragen formelle Kleidung und lächeln in die Kamera.
Eine Gruppe von Menschen sitzt in einem Seminarraum, während ein Referent eine Präsentation auf einer Leinwand zeigt.
Sechs Personen stehen in einer Reihe, alle in formeller Kleidung, mit Geschenktüten in den Händen. Im Hintergrund ist eine Präsentation sichtbar.

20 Jahre Ethikarbeit am Klinikum

Das Ethik-Forum am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Im Rahmen des Ethik-Symposiums bedankte sich die Vorsitzende Iris Hein bei den anwesenden Gründungsmitgliedern Gabriele Scholz, katholische Klinikseelsorgerin, Volker Fritz, ehemaliger evangelischer Klinikseelsorger, Matthias Weisbrod, ehemaliger Chefarzt der Psychiatrie und Psychotherapie, sowie stellvertretend bei Verwaltungsleiter Daniel Kneer für die Unterstützung der Geschäftsführung.