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Tarifeinigung bei den SRH Kliniken

12.04.2019

SRH und Gewerkschaft ver.di vereinbaren eine deutliche Aufwertung von Pflege und Therapie. Als erster großer Krankenhausträger zahlt die SRH gleiche Stundenlöhne in den Tarifgebieten Ost und West. Die Gehälter steigen in zwei Schritten um 7,2 Prozent.


Mit einem attraktiven Haustarif stärkt das Heidelberger Bildungs- und Gesundheits-unternehmen SRH Pflege und Therapie. Die Beschäftigten in zehn SRH Kliniken in Baden-Württemberg und Thüringen erhalten eine Einmalzahlung von 600 Euro für das erste Halbjahr sowie eine Lohnerhöhung um 4 Prozent, mindestens 100 Euro, ab dem 1.7.2019. Eine weitere Steigerung um 3,2 Prozent erfolgt zum 1.5.2020.

Als erster großer Klinikträger bietet die SRH gleiche Stundenlöhne in den Tarifgebieten Ost und West. Die Wochenarbeitszeit wird in Thüringen auf 39,5 Stunden verkürzt, ab 1.1.2020 sinkt sie auf 39 Stunden. Das Gesamtpaket umfasst zudem Zulagen von bis zu 150 Euro monatlich, besseren Ausgleich für Bereitschaftsdienste und unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für die Beschäftigten in der Pflege summiert sich der neue SRH Tarif damit innerhalb von zwei Jahren auf einen Gehaltszuwachs von 14 Prozent.

"Wir stellen uns als gemeinnütziges Stiftungsunternehmen der gesellschaftlichen Herausforderung, insbesondere die Pflege aufzuwerten. Und wir investieren in die Ausbildung junger Menschen, um Gesundheitsberufe noch attraktiver zu machen", sagte der Geschäftsführer der SRH Kliniken GmbH, Werner Stalla.

Auszubildende erhalten rückwirkend zum 1. Januar 100 Euro mehr Lohn und zum 1.1.2020 eine weitere Erhöhung um 50 Euro. Wer eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Operationstechnischen oder Medizinischen Assistenz abschließt, wird garantiert in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Mit mehr als 500 Auszubildenden allein in der Pflege leistet die SRH bereits jetzt einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel in der Pflege in Deutschland.

Die gestern (11.4.) verhandelte Tarifeinigung hat eine Laufzeit von 24 Monaten und steht unter Gremienvorbehalt.