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SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach bereitet sich auf Corona-Patienten vor

25.03.2020

Notfälle und medizinisch dringliche Fälle werden weiter behandelt. Sorgfältige Abschirmung nach innen und außen. Zwei Patienten mit COVID-19 im Klinikum.


Sorgfältige Abschirmung nach innen und außen ist die Devise: Seit letzter Woche gilt im Klinikum, einhergehend mit der Verordnung der Landesregierung, ein strenges Besuchsverbot. Ausnahmen sind in medizinisch dringenden Fällen möglich und werden vom verantwortlichen Chefarzt festgelegt. Alle persönlichen Kontakte im Krankenhaus werden auf die medizinisch absolut notwendigen Dienstleistungen und die systemrelevante Versorgung reduziert.

Das SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach kommt der Forderung der Bundesregierung nach und setzt alle verschiebbaren ambulanten und stationären Behandlungen aus. Patienten, die von den Terminänderungen betroffen sind, werden benachrichtigt. Weiterhin behandelt werden alle Notfälle sowie medizinisch dringliche Fälle, deren Verschiebung um mehrere Wochen ein deutliches Gesundheitsrisiko für den Patienten darstellen würde. Dazu gehören beispielsweise Tumorpatienten.

Zeitgleich stellt sich das Klinikum auf die Versorgung schwer erkrankter Corona-Patienten ein.

Täglich trifft sich das "Kernteam Pandemie" zur Lagebesprechung und bringt beispielsweise neue Beschlüsse auf Landes- oder Bundesebene in die Umsetzung und passt die Strukturen in der Klinik an. Zum Kernteam Pandemie gehören die Klinikleitung, die Leitung der Zentralen Notaufnahme, die Leitung der Intensivabteilung, ein Vertreter der Inneren Medizin, ein Vertreter des Betriebsrates sowie eine Hygienefachkraft.

Innerhalb der Klinik werden die Bereiche in "Corona-Bereiche" und "Nicht-Corona-Bereiche" getrennt und abgeschirmt. So gibt es eine separate Wegeführung für Corona-Infizierte sowie Verdachtsfälle und elektive sowie Notfallpatienten ohne Corona. Dazu gehören auch separate Eingänge und Aufzüge. Auch für das Personal gibt es eigene Zugänge und eine abweichende Wegeführung. Die Umkleiden für Mitarbeiter der beiden Bereiche werden räumlich getrennt. Um die Mitarbeiterzahl und die Kontakthäufigkeit zu senken, arbeiten Mitarbeiter anderer Berufsgruppen zum Schutz der Kollegen und Patienten, soweit möglich, im Homeoffice.

Das Klinikum hat eine Infektionsstation mit bis zu 26 Betten geschaffen. Bei Bedarf kann eine weitere Station gleicher Größe kurzfristig als zusätzliche Infektionsstation in Betrieb genommen werden.

Die Intensiv-Kapazitäten für Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen durch Covid-19 werden ausgebaut. Das Krankenhaus hat die Intensiv- und Beatmungskapazitäten bereits aufgestockt. Weitere Notfallbeatmungsmöglichkeiten sind in Vorbereitung. Die Verfügbarkeit wird regelmäßig an die entsprechenden Behörden und Institutionen gemeldet. Personal, das durch das verringerte OP-Pensum frei wird, erhält derzeit Schulungen in der Intensivpflege. Ärzte trainieren für den Noteinsatz in der Intensiv- und Beatmungsmedizin.

Aktuell befinden sich zwei bestätigte COVID-19 Fälel auf der Intensivstation des Langensteinbacher Klinikums, beide Patienten werden beatmet. Bei der Aufnahme von Corona-Patienten erfüllt die Klinik die Vorgaben der Landes- und Bundesregierung und stimmt sich regelmäßig mit den Rettungsdiensten und den umliegenden Krankenhäusern ab.

Für das Arzt- und Pflegepersonal werden aktuell in Abstimmung mit dem Betriebsrat die Personaleinsatzpläne angepasst. Diese Planungen sind eine besondere Herausforderung, da sich die Rahmenbedingungen schnell ändern können und viele unvorhersehbare Einflussfaktoren bestehen. Die Mitarbeiter haben bei den Planungen sehr viel Solidarität und Einsatzbereitschaft gezeigt. Auch aus fachfremden Bereichen der SRH haben Kollegen angeboten, im medizinischen oder im Versorgungsbereich zu unterstützen.

Für die tägliche Arbeit in der Klinik wurden die Anweisungen und Regelungen für Mitarbeiter und Patienten erweitert. Neben den bekannten Hygienemaßnahmen wurden auch die Bestuhlungspläne für Besprechungen angepasst und die Kantine für Mitarbeiter geschlossen. Das Café ist nur noch für Mitarbeiter geöffnet, bietet allerdings keine Sitzgelegenheiten mehr. Warmes Essen wird nur zum Mitnehmen angeboten. Die Bezahlung erfolgt ausschließlich bargeldlos. Der Frisör hat ebenso geschlossen. Die Grünen Damen haben ihren Dienst eingestellt. Die Klinikseelsorge hilft in erster Linie per Telefon. Mitarbeiter und Patienten zeigen großes Verständnis für die Maßnahmen.

Alle Umstrukturierungen dienen dazu, das Klinikum bestmöglich auf eine noch unvorhersehbare Entwicklung vorzubereiten, Damit alle Patienten eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung erhalten. Die Finanzierung dieser medizinischen Ausnahmeleistung obliegt der Bundesregierung, die mit der aktuellen Aufstockung des "Klinikrettungsschirms" die Signale der Krankenhausträger wahrgenommen hat.