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Kopfsache: Hilfe bei Migräne und Kopfschmerzen

08.01.2019

Migräneattacken können das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen und sollten von einem Arzt untersucht werden. Schmerzmittel bekämpfen zwar die Symptome nicht aber die Ursachen und können als Nebenwirkung den Kopfschmerz sogar verstärken. Der Gesundheitstreff am 17.01. um 19 Uhr informiert zum Thema Migräne und Kopfschmerzen.


Bildnachweis: iStock.com/shaunl

Eine Tablette, ein bisschen Ruhe und Schlaf – so behandeln die meisten Deutschen ihren Kopfschmerz. Nicht so bei Migräne oder Spannungskopfschmerz. Betroffene erfahren eine hohe körperliche und seelische Belastung. Ohne ärztliche Hilfe kann ein schwer zu durchbrechender Kreislauf beginnen.

Migräne ist eine häufige Erkrankung: Etwa sieben Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen haben Migräneattacken. Am häufigsten treten die Migräneanfälle zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf. „Wenn ein oder mehrmals in der Woche regelmäßige Kopfschmerzen das tägliche Leben einschränken, sollte das von einem Neurologen oder Schmerzmediziner abgeklärt werden“, empfiehlt Dr. Michael Fritz, Oberarzt der Neurologie und Leiter des Schmerzzentrums am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach.

Die anfallsweise auftretenden Kopfschmerzen der Migräne treten oft in Begleitung von Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Heißhunger sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit auf. Eine Migräne mit der sogenannten Aura ist meist begleitet von Seh-, Orientierungs- oder Gefühlsstörungen. Ein Migräneanfall gliedert sich in Phasen, die unterschiedlich stark und lang anhalten können. Die genauen Ursachen der Migräne sind bis heute nicht bekannt, dafür aber viele Faktoren, die Migräne auslösen.

„Um eine Migräne zu diagnostizieren, reicht dem Arzt meist schon ein ausführliches Patientengespräch“, erklärt Dr. Michael Fritz. Die Symptome des Migränekopfschmerzes werden in erster Linie mit Medikamenten behandelt. Wenn Migräneattacken auftreten, hilft es den Patienten zudem, sich in einen dunkeln und ruhigen Raum zurückzuziehen. Schlaf wirkt häufig erleichternd. „Wir wollen uns aber nicht nur auf die Bekämpfung des Kopfschmerzsymptoms konzentrieren, sondern auf die langfristige Behandlung der Ursache.“ Ein Kopfschmerztagebuch hilft beispielsweise Betroffenen im Vorfeld einer Attacke Auslösefaktoren zu erkennen und zu vermeiden, so Fritz. Sport und eine geregelte Lebensweise können vorbeugend wirken.

Eine selbst verordnete Medikamententherapie birgt, so Fritz, zusätzliche Risiken für den Betroffenen. „Schmerzmittel können als Nebenwirkungen Kopfschmerzen verursachen und dadurch zu einem Medikamentenübergebrauch führen. Für den Patienten beginnt dann ein gefährlicher Kreislauf, der zu immer höheren Schmerzmitteldosen führt“, sagt Dr. Fritz. „Ziel ist mit möglichst wenigen Schmerzmitteln auszukommen. Richtig geschult, erkennen Betroffene bald selbst, was ihnen im Fall einer Migräne hilft.“

Zum Thema Migräne und Kopfschmerzen informiert Dr. Michael Fritz am 17.01. um 19 Uhr beim Gesundheitstreff, den Infoabenden am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Weg zum Vortragsraum ist ausgeschildert.